Indianisches
Handwerk
http://www.prairiewind.ch/

Eine kleine
Bogenbau Geschichte
Für meinen Sohn wollte ich einen
Bogen bauen, kein Hightech- konstrukt, nein einen einfachen Holzbogen. In
unserem Garten hatte ich im vergangenen Herbst einen grossen Haselnussbusch ausgelichtet und mir dabei einen schön geschwungenen,
sieben Zentimeter Stamm ausgesucht. Also holte ich Axt und Ziehmesser aus
dem Keller und machte mich an die Arbeit. Das Holz war astrein, es liess
sich schön bearbeiten, nur der eigentümliche Schwung des Stammes, war
nicht leicht zu beherrschen, er neigte zum "propellern" (längs
Verdrehung). Da das Holz durch die kurze Lagerung noch fast grün war
liess sich dies aber noch schön richten, ich bearbeitete jeweils am
Wochenende und liess über die Woche ausgerichtet trocknen. Nach einem
Monat war ich mit Feinschliff und Tillern fertig. Schön war er geworden,
mein erster Langbogen. Angepasst an die Grösse meinen Sohnes liess sich
der Bogen mit rund zwanzig Pfund auf 26" Auszug
spannen.
Doch dann machte ich den entscheidenden Fehler, mit einer provisorischen
Sehne schoss ich meinen Erstling ein und vergass in der Freude über den
weichen Zug, dass mein Auszug von 28" das Teil überfordern musste.
Mit einem eindrücklichen Knall flogen mir die Bruchstücke um die Ohren.
|
Natürlich war die
Enttäuschung meines Sohnes nicht zu übersehen und ich musste mich
schleunigst nach einem neuen Rohling umsehen. Da nichts vernünftiges zur
Hand war legte ich Hand an einen Thujabaum der uns schon lange zu gross
geworden war.
Eigentlich gab ich dem Rohling keine Chance, zu viele Äste durchbrachen
das Splintholz. Da ich aber nichts Besseres hatte und mein Sohn sehnsüchtig
auf seinen eigenen Bogen wartete, machte ich mich an dem saftgrünen
Rohling ans Werk.
Bereits bei der Rohbearbeitung viel mir die erstaunliche
Elastizität dieses Holzes auf. Ich arbeitete schnell und begann bereits nach
einer Woche bereit mit Tillern.
Seit einigen Wochen schiesst nun mein Sohn seinen Langbogen mit zirka
26" Auszug
und freut sich mit einem Kollegen an unserem Hobby. Der Bogen reift mit
seinem Schützen und wird durch die Trocknung immer schneller. Mit einer
selbst gewickelten Sehne und Horn verstärkten Tipps wird er uns den
Verlust des edleren Erstlings vergessen lassen. |

Text&Bild TR
Bewegliche
Ziele
Auf der Suche nach interessanten,
weil beweglichen Zielen hat Stefan die abgebildete Einrichtung
konstruiert:

Auf der senkrechten Stange ist ein kleiner Elektromotor montiert, welcher
über Batterie oder Trafo gespiesen, den Auslegearm dreht. An diesem
werden die Ziele (Ballons) aufgehängt. Die Drezahl des Motors muss soweit
reduziert werden, dass sich die Halteschnüre nicht durch die Trägheit
der Ziele um die Haltestange wickelt. Viel Spass!
|