Indianisches Handwerk

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Eine kleine Bogenbau Geschichte
Für meinen Sohn wollte ich einen Bogen bauen, kein Hightech- konstrukt, nein einen einfachen Holzbogen. In unserem Garten hatte ich im vergangenen Herbst einen grossen Haselnussbusch ausgelichtet und mir dabei einen schön geschwungenen, sieben Zentimeter Stamm ausgesucht. Also holte ich Axt und Ziehmesser aus dem Keller und machte mich an die Arbeit. Das Holz war astrein, es liess sich schön bearbeiten, nur der eigentümliche Schwung des Stammes, war nicht leicht zu beherrschen, er neigte zum "propellern" (längs Verdrehung). Da das Holz durch die kurze Lagerung noch fast grün war liess sich dies aber noch schön richten, ich bearbeitete jeweils am Wochenende und liess über die Woche ausgerichtet trocknen. Nach einem Monat war ich mit Feinschliff und Tillern fertig. Schön war er geworden, mein erster Langbogen. Angepasst an die Grösse meinen Sohnes liess sich der Bogen mit rund zwanzig Pfund auf 26" Auszug spannen. 
Doch dann machte ich den entscheidenden Fehler, mit einer provisorischen Sehne schoss ich meinen Erstling ein und vergass in der Freude über den weichen Zug, dass mein Auszug von 28" das Teil überfordern musste. Mit einem eindrücklichen Knall flogen mir die Bruchstücke um die Ohren.

Natürlich war die Enttäuschung meines Sohnes nicht zu übersehen und ich musste mich schleunigst nach einem neuen Rohling umsehen. Da nichts vernünftiges zur Hand war legte ich Hand an einen Thujabaum der uns schon lange zu gross geworden war.
Eigentlich gab ich dem Rohling keine Chance, zu viele Äste durchbrachen das Splintholz. Da ich aber nichts Besseres hatte und mein Sohn sehnsüchtig auf seinen eigenen Bogen wartete, machte ich mich an dem saftgrünen Rohling ans Werk.
Bereits bei der Rohbearbeitung viel mir die erstaunliche Elastizität dieses Holzes auf. Ich arbeitete schnell und begann bereits nach einer Woche bereit mit Tillern.

Seit einigen Wochen schiesst nun mein Sohn seinen Langbogen mit zirka 26" Auszug und freut sich mit einem Kollegen an unserem Hobby. Der Bogen reift mit seinem Schützen und wird durch die Trocknung immer schneller. Mit einer selbst gewickelten Sehne und Horn verstärkten Tipps wird er uns den Verlust des edleren Erstlings vergessen lassen.



Text&Bild TR

Bewegliche Ziele

Auf der Suche nach interessanten, weil beweglichen Zielen hat Stefan die abgebildete Einrichtung konstruiert:

Auf der senkrechten Stange ist ein kleiner Elektromotor montiert, welcher über Batterie oder Trafo gespiesen, den Auslegearm dreht. An diesem werden die Ziele (Ballons) aufgehängt. Die Drezahl des Motors muss soweit reduziert werden, dass sich die Halteschnüre nicht durch die Trägheit der Ziele um die Haltestange wickelt. Viel Spass!